Volkssagen

Vor langen Jahren hielt sich in der Gegend der Kamernschen Berge Frau Harke auf und hatte ihren Sitz vorallem auf einem der höchsten dieser Berge, der nach ihr der „Frau Harkenberg“ heißt.
Von da stieg sie oft durch den – ebenfalls nach ihr benannten – „Frau Harkengrund“ zur Schönfeld’schen See hinab, um von da Wasser zu holen. Sie war von gewaltiger Größe und Stärke und hob einmal sogar einen Bauern samt Ochsen und Pflug, der in der Nähe des Berges ackerte, in ihre Schürze, um damit zu spielen.
Als sie aber damit zu ihrem Vater kam, trug er ihr auf, alles wieder an seinen Ort zu tragen.
„Denn“ sagte er, „wenn die Kleinen da unten nicht pflügen, können die Großen hier oben nicht backen.“

Das könnte dich auch interessieren:
Wer war Frau Harke? Eine zentrale Sagengestalt im Elb- Havel- Gebiet ist „Frau Harke“ (auch Harfe genannt), die man aus der germanischen Göttervorstellung herleiten kann....
Frau Harkes Flucht aus den Kamernschen Bergen Viele Jahrhunderte hatte Frau Harke in den Kamerschen Bergen geherrscht und versucht, die Ausbreitung des Christentums in ihrem Land zu verhindern. ...
Der Dachsfang Einmal gingen mehrere Hirten am Frau Harkenberg auf Dachsfang, denn Dachse gab es dort in großer Menge. Sie hatten auch bereits einen solchen im Sac...
Frau Harke Sagenpfad In den Kamerschen Bergen, entstanden in der Eiszeit, wohnte damals Frau Harke, die Schutzgöttin des Elb- Havel- Winkels. Der Sage nach ist der W...

Kommentar verfassen

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.