DIY – Bankknecht

Wer schon mal ein großes Werkstück in eine Werkbank einspannen wollte, wird das Problem kennen. Wenn man es in der Vorderzange der Hobelbank einspannt, hat man zwar die eine Seite fixiert, doch für die andere ist keine Spannvorrichtung vorhanden und durch die Hebelkraft wird das Werkstück runtergedrückt.
Die Lösung bietet ein Bankknecht.

Ich habe ja bereits beschrieben, wie ich meine alte Hobelbank wieder instand gesetzt habe, aber so einenBankknecht hatte noch nicht.
Dieses Hilfsmittel ist ein praktischer Helfer und darf nicht fehlen.
Es ist ein senkrechtes Stück Holz mit einem verstellbaren Halter, wodurch schwere und lange Werkstücke gehalten werden können, ein verrutschen ist dadurch nicht möglich.


Werkstück
Werkstück

verrutscht beim bearbeiten
verrutscht beim bearbeiten

So einen Bankknecht gibt es in verschiedenen Ausführungen. Die Variante, die ich hier beschreibe, ist sehr einfach gehalten und kann von Jedermann gebaut werden.

    Man benötigt dafür nur sehr wenig Material:

  • Rundholz bzw. Besenstiel
  • Kantholz
  • ein Stück Brett

Material
Material

Material
Material

Arbeitsschritte:


Als erstes werden die Materialien auf Länge geschnitten.

Das Kantholz sollte möglichst lang sein, also fast über die gesamte Höhe der Hobelbank gehen.
Das Brett sollte zu den Seiten des Kantholzes überstehen, jeweils in etwa 5 cm.
Für das Rundholz werden, je nachdem wie weit es in das Kantholz hineingesteckt wird, in etwa 15 cm benötigt. Ich habe als Rundholz einfach ein Stück von einem Besenstiel genommen, da ich den noch von einem anderen Projekt übrig hatte.

Nachdem alles zugeschnitten ist, werden die Löcher ins Kantholz gebohrt, in die man später das Rundholz steckt. Die Löcher müssen etwas größer sein als der Durchmesser des Rundholzes. Bei mir ist der Besenstiel 28 mm, also entschied ich mich dafür, die Löcher mit einem 30 mm Forstner Bohrer zu bohren. Den Abstand der Löcher kann man frei wählen. Ich habe nach oben hin einen geringeren Abstand genommen als weiter unten (siehe Bild).


Aufteilung Löcher
Aufteilung Löcher

Beim Bohren der Löcher wird fast bis durch das gesamte Rundholz gebohrt und leicht schräg, so dass das Rundholz später leicht nach oben steht, damit die Werkstücke nicht einfach runterrutschen können.


fertige Löcher
fertige Löcher

Als letztes wird das Brett oben auf das Kantholz geschraubt.


zusammengebauter Knecht
zusammengebauter Knecht

So kann man den Bankknecht einfach in die geöffnete Hinterzange legen, ohne dass es runterfällt.
Die Zange wird festgezogen und damit der Bankknecht fixiert. Nun wird das Rundholz in das entsprechende Loch gesteckt und das Werkstück kann darauf platziert und in der Vorderzange eingespannt werden.


Bankknecht eingespannt
Bankknecht eingespannt

Bankknecht eingespannt
Bankknecht eingespannt

So kann das Werkstück bearbeitet werden, ohne das herunter rutscht.


Werkstück eingespannt
Werkstück eingespannt

Werkstück auf Bankknecht
Werkstück auf Bankknecht

kein runterrutschen
kein runterrutschen

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